Nachrichten
Algenproblematik an Fränkischen Seen
Grüne werfen Umweltminister Söder in der Sache Untätigkeit und Verschwendung von Steuergeldern vor.
Wie in NN/NZ berichtet, rückte letzte Woche Bayerns Umweltminister Söder den Algen im Wöhrder See persönlich mit einem Mähboot zu Leibe. Statt politisch zu handeln, nutzt Minister Söder die Algenproblematik in zahlreichen fränkischen Gewässern, um Umweltaktivist zu spielen.
Die Vergabe einer 180.000 € teuren Studie zur Erforschung der Verlandungsproblematik am Wöhrder See wird von den Grünen aufs Schärfste kritisiert. Wie der zuletzt von Söders Parteikollege zu Gutenberg in Auftrag gegebene Gesetzesentwurf, zeigt dies einmal mehr, dass die unionsgeführten Ministerien offenbar nicht mehr in der Lage sind, ihre Aufgaben selbst zu erfüllen, so Markus Ganserer, vom Grünen Bezirksvorstand.
Söders Ministerium ist derzeit mit der Umsetzung der EU Wasserrahmenrichtlinie betraut. Deren Ziel ist es in allen europäischen Gewässern einen guten ökologischen Zustand zu erreichen. Für die Umsetzung stellt die Bayerische Staatsregierung aber bisher keine Mittel bereit. Entsprechende Anträge der Grünen Landtagsfraktion zum Doppelhaushalt 2009/2010 wurden von der CSU-Mehrheit abgelehnt.
Die Ursachen für das Algenwachstum sind hinlänglich bekannt. Ebenso weiß man um die Ursachen für die Verlandung und Versandung unserer Gewässer. Hier ist von Herrn Söder sofortiges Handeln gefordert, so Ganserer.
Als wichtigste Aufgabe sehen die mittelfränkischen Grünen die deutliche Reduktion der Stickstoff- und Phosphat-Einträge aus der Landwirtschaft. Denn diese belasten nicht nur Badegewässer. Bei der Umsetzung der EU Wasserrahmenrichtlinie geht die Staatsregierung derzeit davon aus, dass der gute mengenmäßige und chemische Zustand des Grundwassers in weiten Teilen Mittelfrankens nicht erreicht wird. Somit steht es auch bei unserem Trinkwasser nicht zum Besten.
Hier kommen zum Artikel in der Abendzeitung
www.abendzeitung.de/nuernberg/lokales/127616






